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Chronik des Fanfarenclub Gammertingen


Zur Fasnet 1968 kaufen Werner Schweiss und der Treppenbauer Kurt Neher (im Volksmund "Fudel" genannt) die ersten beiden Fanfaren. Lothar Möller und Josef Reiser ("Waden-Sepp") spielen diese Fanfaren bei den rotberockten Landsknechten der Fasnetsgruppe Dorsch/Schweiss.



Danach beschließt die Gruppe, für zukünftige Auftritte an der Fasnet das Fanfarenspiel zu pflegen.

Ende 1968 werden die Farben schwarz-gelb gewählt. An der Fasnet 1969 wirken 3 Trommler und 10 Bläser mit. In diesem Jahr werden erstmals die hölzernen Katzenmasken der Narrenzunft getragen, die in den folgenden Jahren immer treue Begleiter des Fanfaren-Clubs Gammertingen wurden. Im Mai spielt der Fanfaren-Club vor dem "Bahnhöfle", als eine handvoll Eisenbahnfreunde mit der letzten betriebsfähigen Landesbahndampflok Nr.16 fuhren. 14 Jahre später sollten Tausende den Gammertinger Bahnhof wegen dieser Dampflok bevölkern.

Die musikalische Leitung übernimmt Lothar Möller, dessen Fleiß und musikalische Begabung die Grundlage für den raschen Aufstieg des Fanfaren-Clubs zu einem führenden Verein in der engeren und weiteren Nachbarschaft war. Von dem Freund und Gönner des jungen Vereins, Metzgermeister Karl Bögle (1907 - 1999), wird ein großer Gewölbekeller zur Verfügung gestellt, der in eigener Regie zum Probelokal hergerichtet wurde.

Am 3. Oktober 1969 findet die offizielle Gründungsversammlung statt. Der Fanfaren-Club ist dem Landesverband der Spielmanns- und Fanfarenzüge Baden-Württemberg beigetreten. Noch im selben Jahr läßt sich der Verein unter dem Namen "Fanfaren-Club Gammertingen e.V." ins Vereinsregister eintragen.

1972 wird beim Fanfaren-Club das Fahnenschwingen eingeführt. Der Schreiner und Vorstandsbeisitzende Franz Türk wird erstes Ehrenmitglied. Im Mai 1974 erfolgt die Teilnahme an den deutschen Meisterschaften in der Jahrhunderthalle in Frankfurt-Höchst, und zwar in der reinen Fanfarenklasse und in der modernen Fanfarenklasse. Ab diesem Zeitpunkt wird das reine Fanfarenspiel immer mehr verdrängt und auf modernes Spiel mit Ventilfanfaren umgestiegen. Es wird beschlossen, eine neue Uniform anzuschaffen. Erster Träger der Musteruniform ist Hans Junkersdorf, genannt "Bubu".



Vom 5. - 8. Juli 1974 stellt der Fanfaren-Club dann sein 5-jähriges Jubiläumsfest auf die Beine. Höhepunkt des Festes ist die "Tony-Marshall-Show". Der Fanfaren-Club zählt zu diesem Zeitpunkt ca. 40 aktive Mitglieder, einschließlich Kanoniere und Fahnenschwinger.

Das Jahr 1976 beschert die Suche nach einem neuen Probelokal. In diesem Jahr hat der Fanfaren- Club 30 öffentliche Auftritte und 83 Proben. Im gleichen Jahr findet die Jahreshauptversammlung des Landesverbandes der Spielmanns- und Fanfarenzüge Baden-Württemberg erstmals außerhalb von Stuttgart, nämlich in Gammertingen statt. Gerne wird an das gelungene Sommerfest auf dem Gelände des Alten Schwimmbades erinnert.

1977 wird die Frage des Probelokals gelöst. Im April 1978 wird das neue Probelokal in der Breite nach über einjähriger Bauzeit fertig. 35 Personen investierten hierfür über 1.000 Arbeitsstunden.

In den Jahren 1981 und 1982 folgen Auslandsauftritte in Frankreich und Holland.


Es sollen erhebliche führungstechnische und personelle Probleme in der darauffolgenden Zeit nicht verschwiegen werden.
Stabführer Herbert Kanz und Vorsitzender Josef Stehle schaffen es, den Stein am Rollen zu halten. So können auch das 20-jährige Bestehen im Jahre 1989 und zahlreiche andere Veranstaltungen gefeiert werden.

Seit der totalen Umstrukturierung im April 1993 spielt der Fanfaren-Club wieder komplett mit den klassischen Naturfanfareninstrumenten . Mit seinem musikalischen Auftreten, der Hauptattraktion "Bungee-Jumping" beim City-Fest in jenem Jahr sowie der Modernisierung und Renovierung des Probelokals in völliger Eigenleistung hat sich der Verein in dieser Zeit wieder einmal erfolgreich präsentiert. Zu Beginn der Umstrukturierung zählte der Fanfaren-Club Gammertingen kurzfristig nur 12 aktive Mitglieder, heute sind es bereits wieder über 40 im Durchschnittsalter von ca. 25 Jahren.

Das Jahr 1994 und somit das 25-jährige Jubiläum standen bevor. Nach zahlreichen Fasnetsauftritten und Auftritten während der Sommermonate feierte man vom 9. - 11. September das Vierteljahr- hundert. Höhepunkt war sicherlich der Umzug durch die Straßen der Stadt Gammertingen am Sonntag, an dem 30 Fanfarenzüge mit über 600 Aktiven teilnahmen.

Das Jahr 1995 bescherte uns mit 14 Auftritten die wohl bisher "größte" Fasnet in der Vereinsgeschichte. Außerdem besuchten wir wieder während der Sommermonate viele Fanfarenzugtreffen verstreut im ganzen "Ländle". Höhepunkte des Vereinsjahres waren die Aufnahme in die Freie Fanfarengemeinschaft Alb-Donau am 9. Oktober und unser Vereinsausflug nach Paris, bei dem wir kurzentschlossen einen Auszug aus unserem Repertiore vor vielen begeisterten Zuschauern vor dem Eiffelturm zum Besten gaben.

1997 konnte der Fanfaren-Club mit Freude den 60. Geburtstag seines ältesten noch aktiven Mitglieds Hans Dorsch feiern. Auch der Vereinsausflug nach Hamburg wird noch lange in Erinnerung bleiben. Das folgende Jahr 1998 war geprägt durch den Wechsel der Vereinsführung, Michael Junge folgte als Vorsitzender Andreas Stehle nach, der auf eigenen Wunsch nach langjähriger hervorragender Tätigkeit aus der Vorstandschaft ausschied, aber weiterhin als aktives Mitglied im Verein spielt. Im „Mammutjahr" 1999 standen das Fest zum 30-jährigen Bestehen des Fanfaren-Clubs sowie das Gammertinger City-Fest zur Organisation und Dürchführung an, mit deren Erlös es erstmals nach über 20 Jahren wieder angegangen wurde, die Spieleruniformen komplett zu ersetzen.

Zur Jahrtausendwende konnte der FCG den größten Mitgliederzuwachs seiner Vereinsgeschichte verzeichnen. Der Verein zählte nun 42 aktive Mitglieder. In den folgenden Jahren hatten wir erfolgreiche Auftritte, auch außerhalb Baden-Württemberg. Die Krönung war unser dreitägiger Ausflug nach Wien wo wir uns spielerisch glänzend präsentierten und viel Beifall erhielten.

2003 renovierten wir in Eigenleistung unser Probelokal. Im selben Jahr präsentierten wir uns zum ersten Mal für die Öffentlichkeit mit unserer eigenen Homepage. Unser neues „Landsknechtshäs“, welches wir zum ersten Mal präsentierten, wurde von der Bevölkerung positiv aufgenommen.

2004 stand unser 35-jähriges Jubiläum an, das wir auf dem Sonderschulgelände mit 12 eingeladenen Musikvereinen und der Bevölkerung feierten. Besonders für gute Stimmung sorgten die „Ehemaligen“ vom Fanfaren-Club unter Leitung von Lothar Möller mit einem Überraschungsauftritt.

Das Vereinsjahr 2005 begann mit einem Führungswechsel in der Vorstandschaft. Michael Waldert übernahm das Amt von Michael Junge. Albert Hoffmann übernahm das Amt des Stabführers von Alexandra Gern. Der zweitägige Vereinsausflug 2005 ging nach München wo wir am Schloss Nymphenburg einen Spontanauftritt absolvierten. Den Abschluss des Ausflugs „feierten“ wir auf Kloster Andechs mit Hax`n und Maß.

Ein Highlight 2006 war der Massenchorauftritt mit über 1000 Spielern im Bregenzer Stadion. In diesem Jahr hatten wir weiter 26 Auftritte. Den Jahresabschluss feierten wir in Mellau auf der Meßkircher Hütte mit einem Abstecher zur Oldieparty ins „Metzgerstüble“.


2007 folgte wiederum ein Mammutjahr. Unsere Highlights 2007 waren der Auftritt in Salem und das Wochenende beim Mittelalterfest der „Horber Ritterspiele“.

In Frankfurt am Main liefen wir am Fasnetssonntag 2008 einen 8km langen Umzug vor über 350.000 Zuschauer mit unseren Freunden den „Fidelen Bockemmern“, die uns zu diesem Event eingeladen hatten. Im Mai 2008 gab es einen Vorstandswechsel. Andreas Stehle übernahm zum zweiten Mal das Amt des 1.Vorstandes nach dem Rücktritt von Michael Waldert.

Seit April 2010 übernimmt zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte eine Frau das Amt des 1.Vorstandes. Nämlich Manuela Oßwald. Dieses Jahr ist seit langem mal wieder ein Vereinsausflug geplant. Des weiteren spielen wir auf Fanfarenjubiläen, Mittelaltertreffen, Ortsveranstaltungen etc. und sind in dieses Jahr auch wieder am Weihnachtsmarkt mit einem großen Stand dabei.

Anfang 2011 wird fast die komplette Vorstandschaft umstrukturiert. Nach 6 jähriger Stabfüherschaft gibt Albert Hoffmann sein Amt an Lisa Eisele ab. Manuela Oßwald, die für ein Jahr komissarisch Vorstand war, gibt ihr Amt an den neuen 1.Vorstand Wolfgang Waldert ab. Jessica Bühler wird 2.Vorstand. Auch ein  neuer Schriftführer wird gewählt. Hier läßt sich Lisa Laga bei den Wahlen im April 2011 aufstellen und wird einstimmig gewählt. Benjamin Bertele wird Jugendwart und Emilio Viola neuer Clubwart. Albert Hoffmann, Thomas Oehrle und Manuela Oßwald bleiben als Beisitzer des Vereins in der Vorstandschaft erhalten.

2014 ändert sich nochmals einiges nach den Wahlen. Alexandra Gern nimmt ihr Amt als Stabführerin wieder auf (Nachfolge von Lisa Eisele). Sascha Bühler wird als 3. Beisitzer ( Nachfolge von Lothar Leipert) zum ersten mal in die Vorstandschaft gewählt. Ebenso Myriam Flock, die als neuer Clubwart, Emilio Violas Nachfolger wird. Erster Beisitzer ist nun Thomas Oehrle. Zweiter Beisitzer Albert Hoffmann.

2014 stehen wiederum atraktive Auftritte an. 2 mal wird ein Mittelalterfest mit Lagerleben besucht. Ebenso ist ein Gemeinschaftsauftritt mit unserem befreundeten FZ Trochtelfingen in Ulm geplant. Auch in Gammertingen haben wir Auftritte und werden z.B. das Schulfest mit einem Auftritt am 28.06.2014 eröffnen.

Die Ziele der neu gewählten Vorstandschaft: Jugendarbeit ausbauen, Mitgliederneugewinnung, Öffentlichkeitsarbeit, noch attraktiveres Bühenprogramm mit neuen Liedern.

Unsere Aufgabe soll es weiterhin sein, die Qualität unseres Spiels zu verbessern, die Kameradschaft zu pflegen und den Namen unserer Stadt Gammertingen über die Grenzen unseres Landes hinaus würdig zu vertreten. In der Hoffnung, dass die musikalische Arbeit und das kameradschaftliche Leben weiterhin wachse und gedeihe, schauen wir zuversichtlich in die Zukunft.

To be continued...